Konzert-Gutschein selber machen

Ein selbst gemachter Konzert-Gutschein ist persönlicher als jeder Wertgutschein. So gestaltest du ihn, was draufgehört und wie du das Versprechen später zuverlässig einlöst.

Redaktion Eventmasters · Aktualisiert am

Einen Konzert-Gutschein selber machen ist die richtige Lösung, wenn du ein Konzert verschenken willst, aber noch kein Ticket hast. Vielleicht startet der Vorverkauf erst später, vielleicht soll die Person den Termin mitbestimmen. Ein selbst gestalteter Gutschein ist persönlicher als jeder Wertgutschein und lässt sich passend zur Musik gestalten.

Hier erfährst du, was auf einen Konzert-Gutschein gehört, welche Gestaltungsideen gut funktionieren und wie du dafür sorgst, dass das Versprechen auch eingelöst wird.

Wann sich ein selbst gemachter Gutschein lohnt

Ein selbst gemachter Gutschein lohnt sich, wenn ein fester Kauf gerade nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Typische Fälle:

  • Die Tour ist angekündigt, aber der Vorverkauf startet erst später.
  • Der Termin der Person ist unklar, etwa wegen Schichtdienst oder Prüfungen.
  • Die Person soll mitentscheiden, welches Konzert oder welche Stadt.
  • Du willst ein Konzerterlebnis verschenken, aber noch kein bestimmtes.

Ein Beispiel: Deine beste Freundin hat Geburtstag, und ihre Lieblingssängerin hat gerade eine Tour für das nächste Jahr angekündigt. Karten gibt es erst in einigen Wochen. Ein selbst gestalteter Gutschein im Look eines Backstage-Passes, auf dem „Wir zwei, ihr nächstes Konzert, ich kümmere mich um die Karten“ steht, ist hier das passende Geschenk.

Den Unterschied zum Wertgutschein eines Anbieters erklärt der Hub Ticket-Gutschein.

Was auf den Gutschein gehört

Ein guter Konzert-Gutschein beantwortet alle wichtigen Fragen, damit keine Missverständnisse entstehen.

AngabeBeispielWarum wichtig
Was„Ein Konzert deiner Lieblingsband“Klarheit über das Geschenk
Für wenVorname der beschenkten PersonPersönlich
Von wemDein NameKlar, wer einlöst
Wann ungefähr„Sobald der Vorverkauf startet“ oder „im Frühjahr“Erwartungen setzen
Mit wem„Du und ich“ oder „Du und wer du willst“Kein Missverständnis
Was dazugehörtAnreise, Essen, ÜbernachtungUmfang klären
Persönlicher SatzErinnerung an die MusikEmotionaler Wert

Wenn du dich um die Karten kümmerst, schreib das ausdrücklich dazu. Sonst wartet die Person vielleicht, dass du dich meldest, und du wartest auf sie.

8 Gestaltungsideen

Die Gestaltung darf zur Musik passen. Hier sind acht Ideen, die ohne Vorlage funktionieren.

Retro-Konzertticket

Gestalte den Gutschein wie eine alte Eintrittskarte: länglich, mit gestrichelter Abrisskante, „Admit One“ oder „Eintritt für zwei“. Fester Karton und ein Stempel machen ihn authentisch.

Backstage-Pass

Ein Pass im Kartenformat an einem Schlüsselband. Draufschreiben: „All Access“ und den Namen der Person. Besonders schön für echte Fans.

Plattenhülle

Ein quadratischer Karton als Plattencover, innen der Gutscheintext. Wer eine alte Schallplatte übrig hat, nimmt deren Hülle.

Kassette

Eine leere Kassette, deren Einleger zum Gutschein wird. Für Menschen, die mit Mixtapes aufgewachsen sind.

Konzertplakat

Ein kleines Poster im Stil eines Tourplakats, mit dem Namen der Person als „Special Guest“.

Notenblatt

Den Gutscheintext auf ein ausgedrucktes Notenblatt schreiben und einrollen.

Setlist

Gestalte den Gutschein wie eine Setlist, die Bands auf die Bühne kleben. Die Songs sind Lieblingslieder der Person, der letzte Eintrag ist das Geschenk.

Gitarrenplektrum-Anhänger

Ein kleiner Gutschein an einem Plektrum, schnell gemacht und passend für Gitarrenfans.

Schritt für Schritt zum fertigen Gutschein

So entsteht ein Gutschein in etwa einer halben Stunde:

  1. Idee wählen: Welche Gestaltung passt zur Person?
  2. Material besorgen: Fester Karton, Stifte, eventuell Stempel, Schere, Lineal.
  3. Text vorschreiben: Erst auf Schmierpapier, damit alles draufpasst.
  4. Layout zeichnen: Mit Bleistift vorzeichnen, dann nachziehen.
  5. Details ergänzen: Bandlogo selbst gezeichnet, Sticker, Glitzer.
  6. Verpacken: Siehe nächster Abschnitt.

Wenn du lieber am Computer gestaltest, reicht ein einfaches Textprogramm. Druck auf dickeres Papier, das wirkt hochwertiger.

Gutschein verpacken

Ein Gutschein ist noch flacher als ein Ticket. Deshalb lohnt sich eine Verpackung mit Musikbezug.

  • In einer CD-Hülle mit selbst gebrannter Playlist.
  • Eingerollt in einem Notenblatt mit Schleife.
  • In einer kleinen Box mit Ohrstöpseln und Bandbutton.
  • Als letzter Hinweis eines Rätsels.
  • Im Bilderrahmen, später ersetzt durch die echten Tickets.

Weitere Ideen gibt es im Hub Tickets verpacken.

Textbeispiele

Hier ein paar Beispiele, die du anpassen kannst:

  • „Gutschein für ein Konzert deiner Lieblingsband. Ich kümmere mich um die Karten, sobald der Vorverkauf startet. Du musst nur mitkommen.“
  • „Ein Abend, zwei Tickets, deine Musik. Termin suchen wir gemeinsam aus.“
  • „Dieser Gutschein ist dein Backstage-Pass für einen Abend mit mir und deiner Lieblingsband.“
  • „Für das nächste Konzert, bei dem wir beide jeden Song mitsingen.“

Viele weitere Formulierungen findest du bei den Sprüchen zum Ticket-Geschenk.

Das Versprechen einlösen

Der wichtigste Teil des selbst gemachten Gutscheins kommt nach der Übergabe. Ein Gutschein, der nie eingelöst wird, ist schlimmer als gar kein Geschenk.

So bleibst du dran:

  • Vorverkaufsstart notieren und eine Erinnerung im Handy setzen.
  • Newsletter oder Social Media der Band verfolgen, um Ankündigungen nicht zu verpassen.
  • Budget zurücklegen, damit der Kauf nicht an Geld scheitert.
  • Termin gemeinsam festlegen, sobald die Daten bekannt sind.

Allgemeine Tipps zum Timing gibt es bei Wann Konzertkarten kaufen und bei Tickets verschenken vor dem Vorverkauf.

Gutschein-Varianten für verschiedene Situationen

Nicht jeder Konzert-Gutschein muss ein bestimmtes Konzert versprechen. Je nach Situation passen unterschiedliche Varianten.

Der konkrete Gutschein

Du weißt, welche Band es sein soll, und wartest nur auf den Vorverkauf. Hier steht der Bandname auf dem Gutschein, dazu „sobald es Karten gibt“. Diese Variante ist am persönlichsten.

Der Wunsch-Gutschein

Du weißt nur, dass die Person gern auf Konzerte geht, aber nicht, wen sie gerade sehen will. Auf dem Gutschein steht: „Ein Konzert deiner Wahl, ich lade dich ein.“ Ein Budgetrahmen hilft, damit es nicht unangenehm wird.

Der Entdecker-Gutschein

Für Menschen, die gern Neues hören. Du versprichst, gemeinsam ein Konzert einer Band zu besuchen, die beide noch nicht kennen. Kleine Clubkonzerte eignen sich dafür besonders.

Der Serien-Gutschein

Ein Heft mit mehreren Konzert-Gutscheinen für ein ganzes Jahr, etwa ein Konzert pro Quartal. Ideal für Paare oder enge Freund*innen, die regelmäßig etwas zusammen unternehmen wollen.

Ein Beispiel: Du und dein Mitbewohner habt euch vorgenommen, öfter auf Konzerte zu gehen, es aber nie geschafft. Zum Geburtstag schenkst du ihm ein selbst gebundenes Heft mit vier Gutscheinen: ein Clubkonzert, ein Open Air, ein Konzert seiner Wahl und eins deiner Wahl. Damit habt ihr einen Plan für das ganze Jahr.

Typische Fehler

FehlerBesser so
Unklar, wer die Karten kauftAusdrücklich draufschreiben
Kein Zeitrahmen„Sobald der Vorverkauf startet“ oder Monat angeben
Vorverkauf verpasstErinnerung setzen
Gutschein zu allgemeinBezug zur Lieblingsmusik herstellen
Versprechen vergessenGemeinsamen Termin sofort festlegen

Mit einem schön gestalteten Gutschein und einem klaren Plan für die Einlösung wird aus dem Versprechen ein Geschenk, auf das sich die Person doppelt freut: einmal beim Auspacken und einmal beim Konzert.

Häufige Fragen

Was schreibe ich auf einen Konzert-Gutschein?
Was verschenkt wird (Konzert von wem oder Musikrichtung), für wen, von wem, wann ungefähr und mit wem. Dazu ein persönlicher Satz. Wenn du dich um die Karten kümmerst, schreib das dazu, damit klar ist, wer aktiv werden muss.
Wie gestalte ich einen Konzert-Gutschein?
Im Stil eines Konzerttickets mit Abrisskante, als Plattenhülle, als Backstage-Pass oder als kleines Poster. Fester Karton, Handschrift und ein Bezug zur Band machen ihn persönlich. Eine Vorlage brauchst du nicht, ein einfaches Layout reicht.
Ist ein selbst gemachter Konzert-Gutschein verbindlich?
Rechtlich ist ein privates Geschenkversprechen etwas anderes als ein gekaufter Gutschein. Für die Beziehung zählt aber vor allem, dass du ihn einlöst. Trag dir den Vorverkaufsstart ein und kümmere dich rechtzeitig um die Karten.
Wann ist ein selbst gemachter Gutschein besser als ein Ticket?
Wenn der Vorverkauf noch nicht gestartet ist, der Termin unklar ist oder die Person bei der Auswahl mitreden soll. Auch wenn du ein bestimmtes Konzert versprichst, aber das Datum noch offen lassen willst.

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