Tickets verschenken vor dem Vorverkauf

Die Tour ist angekündigt, aber Karten gibt es erst später? So verschenkst du das Konzert trotzdem, mit Gutschein, Platzhalter und einem Plan B, falls es ausverkauft ist.

Redaktion Eventmasters · Aktualisiert am

Tickets verschenken, die es noch nicht gibt, ist häufiger nötig, als man denkt. Die Lieblingsband kündigt eine Tour an, der Geburtstag ist nächste Woche, aber der Vorverkauf startet erst in zwei Monaten. Die gute Nachricht: Du kannst das Konzert trotzdem verschenken, nur eben als Versprechen.

Hier erfährst du, wie du ein solches Versprechen schön verpackst, wie du dich auf den Vorverkauf vorbereitest und was du tust, wenn die Karten trotzdem ausverkauft sind.

Das Problem: Anlass und Vorverkauf passen nicht zusammen

Geburtstage, Weihnachten und Jahrestage richten sich nicht nach Tourplänen. Oft wird eine Tour lange vorher angekündigt, der Vorverkauf startet aber erst Wochen später.

Typische Situationen:

  • Die Tour ist angekündigt, Termine und Städte stehen, Karten gibt es noch nicht.
  • Es gibt einen exklusiven Vorverkauf für Fanclubs, der allgemeine Verkauf kommt später.
  • Die Saison eines Theaters oder Vereins ist noch nicht veröffentlicht.
  • Das Festival hat noch kein Line-up, aber die Person will auf jeden Fall hin.

In all diesen Fällen hilft ein Gutschein oder ein Platzhalter.

Lösung 1: Der selbst gestaltete Gutschein

Ein selbst gestalteter Gutschein ist die persönlichste Lösung. Darauf steht, welches Event du verschenkst und dass du dich um die Karten kümmerst.

Ein gutes Versprechen enthält:

  • Event: Künstler*in, Musical, Verein oder Festival.
  • Zeitraum: „Sobald der Vorverkauf startet.“
  • Begleitung: Gehst du mit, oder darf die Person wählen?
  • Plan B: „Falls es ausverkauft ist, finden wir zusammen eine Alternative.“

Ein Beispiel: Dein Mann ist großer Fan einer Band, die gerade ihre Abschiedstour angekündigt hat. Der Vorverkauf startet erst im Januar, sein Geburtstag ist im Dezember. Du gestaltest einen Gutschein im Stil eines Tourplakats mit dem Satz: „Ich besorg uns Karten. Und falls ich scheitere, gehen wir zu deiner zweitliebsten Band.“ Das ist ehrlich, persönlich und nimmt den Druck raus.

Eine ausführliche Anleitung mit Gestaltungsideen findest du bei Konzert-Gutschein selber machen.

Lösung 2: Der Wertgutschein

Ein Wertgutschein eines Ticketanbieters ist sinnvoll, wenn du nicht sicher bist, welches Event es werden soll. Die Person kauft später selbst.

Vor- und Nachteile:

KriteriumWertgutscheinEigener Gutschein
FlexibilitätHochMittel
PersönlichWenigerSehr
Wer kauft die KartenBeschenkte PersonDu
Risiko ausverkauftLiegt bei der PersonLiegt bei dir
Event beim Anbieter verfügbarNicht immerEgal

Prüfe beim Wertgutschein, ob das Wunschevent über den Anbieter verkauft wird, und gib die Gutscheinbedingungen weiter. Mehr dazu im Hub Ticket-Gutschein.

Lösung 3: Das Platzhalter-Ticket

Ein Platzhalter-Ticket sieht aus wie eine Eintrittskarte, ist aber klar als Geschenk erkennbar. Es eignet sich, wenn du schon weißt, welches Konzert in welcher Stadt es werden soll.

Darauf steht:

  • Name des Events
  • Stadt und ungefährer Zeitraum
  • „Ticket folgt“ oder „Gültig ab Vorverkaufsstart“

Wichtig: Der Platzhalter darf nicht wie ein echtes Ticket aussehen. Ideen zur Gestaltung findest du bei Digitale Tickets verschenken.

Auf den Vorverkauf vorbereiten

Wer ein Ticket-Versprechen verschenkt, muss beim Vorverkauf bereit sein. Bei beliebten Konzerten entscheiden oft Minuten.

Checkliste:

  • Vorverkaufsstart notieren, mit Erinnerung am Vortag.
  • Prüfen, ob es Vorverkäufe für Fanclubs oder Newsletter-Abonnent*innen gibt.
  • Kundenkonto beim Anbieter vorher anlegen, Zahlungsdaten hinterlegen.
  • Gewünschte Stadt, Termin und Kategorie vorher festlegen.
  • Alternative Termine und Kategorien notieren.
  • Stabile Internetverbindung, mehrere Geräte nur nach Regeln des Anbieters.
  • Namen für die Personalisierung bereithalten.

Allgemeine Tipps zum Timing gibt es bei Wann Konzertkarten kaufen. Infos zur Personalisierung stehen im Hub Personalisierte Tickets.

Plan B, falls es ausverkauft ist

Manchmal klappt es trotz bester Vorbereitung nicht. Dann hilft ein vorher überlegter Plan B.

Mögliche Alternativen:

  1. Zusatztermin: Bei großer Nachfrage werden oft weitere Termine angekündigt.
  2. Andere Stadt: Ein Konzert in einer anderen Stadt plus Übernachtung macht daraus einen Kurztrip.
  3. Offizieller Weiterverkauf: Manche Veranstalter haben eigene Plattformen, auf denen Fans Karten zum Originalpreis oder zu geregelten Bedingungen weitergeben. Mehr bei Tickets weiterverkaufen.
  4. Ähnliches Event: Eine Band mit ähnlicher Musik, ein Festival mit der Band im Line-up.
  5. Ehrliches Gespräch: Erklär, was passiert ist, und sucht gemeinsam eine Alternative.

Vorsicht bei inoffiziellen Händlern: Dort sind Preise oft deutlich überhöht, und es besteht das Risiko ungültiger Tickets. Prüfe die AGB des Veranstalters, bevor du auf dem Zweitmarkt kaufst.

Das Versprechen verpacken

Auch ein Versprechen darf schön verpackt sein. Ideen:

  • Countdown-Karte bis zum Vorverkaufsstart, mit Kästchen zum Abstreichen.
  • Tourplakat mit dem Namen der Person als „Special Guest“.
  • Plattenhülle mit dem Gutschein als Einleger.
  • Rätsel, dessen Lösung den Namen der Band ergibt. Siehe Tickets als Rätsel verschenken.

Weitere Ideen gibt es im Hub Tickets verpacken, Texte bei den Sprüchen zum Ticket-Geschenk.

Die richtige Erwartung setzen

Ein Ticket-Versprechen ist ehrlicher, wenn du offen sagst, dass es nicht garantiert ist. Bei sehr gefragten Konzerten weiß niemand, ob er Karten bekommt.

Formulierungen, die Erwartungen realistisch halten:

  • „Ich versuche, Karten zu bekommen. Wenn es klappt, gehen wir zusammen.“
  • „Wenn es ausverkauft ist, suchen wir gemeinsam ein anderes Konzert aus.“
  • „Ich stehe für dich in der virtuellen Warteschlange.“

So ist die Enttäuschung kleiner, falls es nicht klappt, und die Freude größer, wenn es klappt.

Ein Beispiel: Dein Patenkind wünscht sich Karten für eine sehr gefragte Popkünstlerin. Du schenkst einen Gutschein mit dem Satz: „Ich kämpfe für deine Karten. Wenn ich verliere, gehen wir stattdessen in den Freizeitpark.“ Das Kind freut sich doppelt, weil es auf jeden Fall etwas erlebt.

Wenn du doch schon Karten bekommst

Manchmal startet der Vorverkauf früher als gedacht, oder du bekommst über einen Vorab-Zugang Karten. Dann kannst du den Gutschein nachträglich „einlösen“: Übergib die echten Tickets mit einer kleinen Zeremonie, etwa in einem Bilderrahmen oder als Überraschung beim nächsten Treffen. So gibt es zwei Geschenkmomente statt einem.

Typische Fehler

FehlerBesser so
Vorverkaufsstart verpasstErinnerung setzen, Newsletter abonnieren
Vorab bei unsicheren Händlern gekauftAuf offiziellen Vorverkauf warten
Kein Plan BAlternativen vorher überlegen
Versprechen zu konkret„Ich versuche es“ statt „garantiert“
Kein Kundenkonto vorbereitetKonto und Zahlungsdaten vorher anlegen

Mit einem ehrlichen Versprechen, guter Vorbereitung auf den Vorverkauf und einem Plan B wird auch ein Ticket, das es noch nicht gibt, zu einem Geschenk mit großer Vorfreude.

Häufige Fragen

Kann man Tickets verschenken, die es noch nicht gibt?
Nicht die Tickets selbst, aber das Versprechen. Gestalte einen Gutschein oder ein Platzhalter-Ticket, auf dem steht, für welches Event du Karten besorgst. Wichtig ist, dass du den Vorverkaufsstart im Blick behältst und einen Plan B hast.
Was mache ich, wenn das Konzert im Vorverkauf sofort ausverkauft ist?
Halte einen Plan B bereit, etwa einen Zusatztermin, eine andere Stadt oder ein anderes Event mit ähnlicher Musik. Über offizielle Weiterverkaufsplattformen des Veranstalters tauchen manchmal noch Karten auf. Bei inoffiziellen Händlern ist Vorsicht geboten.
Sollte ich bei Zweitmarkt-Händlern vorab Tickets kaufen?
Angebote für Tickets, die offiziell noch gar nicht verkauft werden, sind riskant. Oft ist unklar, ob die Karten überhaupt geliefert werden oder gültig sind. Warte lieber auf den offiziellen Vorverkauf und prüfe die AGB des Veranstalters.
Wie erfahre ich, wann der Vorverkauf startet?
Über die offizielle Seite der Künstler*innen, des Veranstalters oder des Vereins, oft auch über Newsletter und Social Media. Manche Anbieter haben Erinnerungsfunktionen. Trag dir den Termin direkt ins Handy ein.

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